Donnerstag, 3. Mai 2018

Unser Wochenende in Straßburg - Teil 1: 28.04.2018 // MIT VIDEO


ACHTUNG - BILDERFLUT! ;-)

Endlich war es soweit - unser Trip nach Straßburg stand an. Am Vortag hatten wir noch ewig diskutiert, wann es losgehen sollte (Kinder und ich: so früh wie nur möglich - Mr. Wonderer: Nää, wozu die Eile). Und letztlich waren wir doch alle früher als geplant aus den Federn gehüpft.

Annie hatten wir schon am Vortag zu meiner Mutter gebracht, sodass wir direkt nach dem Frühstück starten konnte.

Die Wettervorhersage war eher durchwachsen: kühl und bewölkt mit nachmittäglichem Regen - doch davon ließen wir uns die Laune nicht verderben. 

Zumal der Himmel zunächst auch noch schön blau war...


Hmmh, ich erinnere mich noch daran, dass ich bei Autofahren als Kind gerne Leitplankenpfosten gezählt habe oder Wolkenbilder deutete. Die heutige Jugend zieht da elektronische Unterhaltung vor...


Wir überquerten den Rhein...




... fuhren durchs Grüne um dann endlich nach Frankreich zu kommen. Dummerweise reagierte mein Handy nicht rechtzeitig (Japp das Handy, nicht ich), sodass wir nochmal kehrt machten um erneut das Schild zu passieren. Hehe, muss ja alles ordentlich dokumentiert werden. Was hab ich doch für einen geduldigen Mann. <3


Frooonkraiiisch!


Zunächst visierten wir den Ort Lauterbourg an. Denn - so hatte mein lieber Mann vorab recherchiert - dort gab es einen Carrefour. Ein Wunschziel der Kinder, die den Laden letztes Jahr in Spanien so toll gefunden hatten. 

Und wer uns kennt, weiß, dass wir Spaß am Bummeln in Lebensmittelläden haben. 





Das Highlight der Kiddies:



Olivenöl in Tetra Packs! Kreisch!


Und hier unsere Beute, nach dem einstündigen Shoppen.


Dann ging es weiter ans eigentliche Ziel. Gebucht haben wir ein Zimmer im Holiday Inn Express Strasbourg Sud. Wir waren nämlich echt erstaunt, wie teuer das Übernachten in dieser Stadt ist. Unser Hotel lag nun etwas außerhalb, war dafür aber günstig (90 Euro inkl. Frühstück) und bot kostenlose Parkplätze an.



Es war für eine Nacht völlig in Ordnung - richtig urlauben würde ich darin aber nicht wollen. Unsere Aussicht:

Bevor wir in die Stadt fuhren, mampften meine Lieben noch ihre Beute aus dem Carrefour. Betrachten wir es als kulturelle Bildung, .... :-)





Dann ging's los. Man hört ja viel Böses über die Parkplatzbetrüger in Strasbourg, sodass ich vorher schon nachgeschaut hatte, wo wir parken würden. Es wurde das Parkhaus direkt unter dem Kunstmuseum - und das war echt gut. Für den ganzen Tag bezahlten wir ca. 7 Euro - vergleichsweise wirklich günstig.

Das Kunstmuseum wurde von außen gerade bemalt - das gefiel uns wirklich gut...




Über die ponts couverts (bedeckten Brücken) kamen wir in den historischen Stadtteil Petit France. Diese Brücken dienten früher als Teil der Stadtmauer und waren unter anderem Gefängnisse. Petit France selbst war ein eher unbeliebtes Viertel. Rotlicht-Bezirke, stinkende Gerberhäuser, ... Heute jedoch (mit Recht) ist es ein Touri-Magnet. 


Überall sahen wir solche Kunstwerke. 



Goldig empfanden wir auch immer die elsässische Übersetzung der Straßenschilder. 



Wir hatten Hunger und googleten ein Veggie-Restaurant. Da hatten wir echt Glück, wir waren zufällig fast daneben...


Es war wirklich seeeehr lecker. Und auch witzig eingerichtet...




Dem Gemüse geht's darin an den Kragen.


Und auch für Kinder gab's Beschäftigung...











Gestärkt bummelten wir einfach drauf los in Richtung Kathedrale. Sehr charmant ist die Tatsache, dass es total viele süße, kleine Läden gibt, die nicht irgendwelchen Ketten angehören.


Und auch an Gastronomie mangelt es nicht.











Dieses Minihotel war einfach zu goldig, um nicht fotografiert zu werden.


Auf dem Place Gutenberg gibt es ein Kinderkarussell und auch die Kathedrale zeigt sich nun immer mehr.






Ich frage mich, warum dieser Hotdog Stand so sehr betont, dass kein Pferd in der Wurst ist. Kommt da normalerweise Pferdefleisch rein? Oder ist das ein Gag, den ich nicht verstehe?






Eine Legende besagt, dass einst der Teufel mit dem Pferd vorgeritten ist, ohne Pferd in Notre-Dame ging und nie wieder heraus kam. Das Pferd, bzw. dessen Geist, rennt nun nonstop um die Kirche herum und ist für den Wind dort verantwortlich. 


Was man hier sieht, ist die Menschenschlange, die in die Kathedrale möchte. Nur aufgrund von Janas Insistieren stellten wir uns auch an. Und waren nach knapp 5 Minuten drinnen. Wie gut, dass wir auf's Töchterchen gehört haben.







Durch laute Zischgeräusche wurden die Besucher daran erinnert, dass sie still sein sollten. Das war wirklich gruselig... Vor allem, wenn man den Kindern gerade noch vom Teufel und dessen Pferd erzählt hat.





Souvenirs kann man direkt in der Kirche erwerben. Hmmmh....



Direkt neben Notre-Dame kauften wir uns unsere Bootstickets für den Folgetag.



Auf der Straße sang ein Skifahrer auf nem Fahrrad italienische Lieder. Er genoss seine Show und wurde gefeiert, wie ein Star. Ein Touri-Zug, der daneben stand sah sich aufgefordert die Lieder mitzusingen (offensichtlich waren das Italiener). Die sangen sogar noch weiter, als der Skifahrer schon gegangen war. Herrlich!




Und weiter ging der Bummel...


Wir kaufen im Ausland immer solche Schilder des jeweiligen Ortes. Interessanterweise fanden wir aber hier im Elsass sehr viele Québec-Souvenirs. 




Man beachte die Elsässer Übersetzung: 





Strasbourg gleicht wirklich einem Labyrinth von kleinen Gässchen. Und der Wettergott war uns wirklich hold...


Mika druckte gleich ein Mitbringsel für seine Freundin aus.


Während ich begeistert durch eine Monoprix Filiale hüpfte. Das war einer "meiner" Läden in der Zeit, in der ich in Frankreich lebte.


Hmmhh, diese Nahrung (?) erschien dann aber selbst mir zu trocken. 


Am Place Kléber besuchten wir Starbucks (erfolglos), Fnac und den Apple Store.


Auch ein Bücherflohmarkt fand gerade statt.





In jedem Laden werden die Geräte zuerst angesteuert. Mensch, mensch...




Auf dem Rückweg kamen wir wieder am Karusell vorbei...




... und wurden dann in einer zweiten Starbucks Filiale endlich fündig...


Auch mein Abendessen erwarb ich mir gleich hier...


Langsam wurde das Wetter feucht-fröhlich, doch das war in Ordnung, wir hatten es nicht mehr weit.


Es gibt wirklich wahnsinnig viel "Bio", "Öko" und "Veggie". Das erstaunte mich. In meiner Frankreich-Zeit konnte ich froh sein, wenn jemand dort überhaupt wusste, was Vegetarismus bedeutet. Und nach unserem Niederlande Urlaub, der ernährungstechnisch sehr ernüchternd war, hatte ich mir für Frankreich wenig Hoffnung gemacht. Zu Unrecht...


Straßenkunst:


Wieder zurück übers Wasser...




... und schon waren wir wieder am Parkhaus.



Hier noch unsere Ausbeute des Tages:


Und unser Hotelbett-Picknick-Abendessen:



Obwohl wir wirklich direkt an der Grenze zu Deutschland waren, gab es keinerlei deutsches Fernsehen. So streamten wir für die Kinder DSDS aufs Ipad und machten es uns gemütlich.


Ich habe ja einen Faible für Türknäufe. Die Sammlung von Tag 1:


Wir stießen noch mit französischem Dosenbier an. Örks. Das war so widerlich. Gesüßt, aromatisiert, whreghhöhgh. 

Und dann fielen uns schon bald die Äuglein zu, während draußen ein ordentliches Gewitter tobte.

Sooo, und weil das noch nicht genügend Bilder waren, habe ich hier noch die bewegten zusammengefasst. 

Unser Tag 1 Filmchen:




Fortsetzung folgt....

Kommentare:

  1. Ich kann Dir sagen warum es in Frankreich so viele Souvenirs aus Québec gibt, weil die Franzosen alle hier sind ;)

    Die wandern alle nach (Nordamerika) Québec aus, da müssen sie nämlich kein Englisch können. Nein, das ist kein Scherz, das ist wirklich so! Ausserdem gibt es spezielle Ausbildungsanerkennungsvereinbarungen mit Frankreich und so kommt der Franzose mir nichts dir nichts an eine begrenzte Aufenthaltsgenehmigung. Es sind unwahrscheinlich viele hier, die nur mit einem Arbeitsvisum kommen.

    Nichtsdestotrotz hast Du bisher ein schönes Bild von Strassbourg gezeichnet! Weiter so ;)

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    1. Halli Hallo!

      Ach, echt? Das ist ja wirklich interessant. Ich hätte nicht gedacht, dass da großartig Unterschiede zwischen den verschiedenen EU-Ländern gemacht werden, was die Ausbildungsanerkennungen betrifft. Danke für die Aufklärung. Ich fand's wirklich erstaunlich, wieviel Québec uns dort begegnete. Und wenn man dann einmal erst anfängt darauf zu achten... ;-)

      Vielen Dank für das Lob. Schön, dass Strassbourg in gutem Licht rüberkommt, denn es hat uns wirklich sehr gut gefallen dort.

      Liebe Grüße!

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  2. Da habt ihr euch ein tolle Ziel für euren Kurzurlaub ausgesucht. Und ihr habt ein Holiday Inn Express gebucht. Das machen wir hier in den USA auch immer gerne und es ist interessant zu sehen, wie anders sie in Europa aussehen. Hier sehen die Hotelzimmer der Kette dann doch überall gleich aus.

    Hot Dogs ohne Pferdefleisch - gut zu wissen.... Also ich weiss, dass es Leute in D gibt, die Pferdefleisch als Delikatesse ansehen (vor allem Sauerbraten aus Pferdefleisch). Also mich gruselt es bei der Vorstellung. Wer weiss, wie das so in Strasbourg ist und da ist es gut zu wissen, dass die Hot Dogs ohne sind ;-).

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    1. Wir waren zum ersten Mal in einem Holiday Inn. Toll war hier vor allem das Frühstück.

      Vom Sauerbraten kenn ich das auch, dass der in seiner originalen Fassung aus Pferdefleisch ist. Über die Hot Dogs war ich aber erstaunt. Wobei ich ja auch nicht wirklich der Fleisch-Experte bin, hehe...

      Ähnlich geschockt war ich auch im Sommer in Belgien, als ich erfuhr, dass original belgische Fritten in Pferde- oder Ochsenfett fritiert werden. Weißt du, für uns Pflanzenfresser sind Pommes eigentlich immer der "ich-muss-auswärts-nicht-verhungern-Garant". Dort wurde ich eines besseren belehrt. 🤓

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