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Freitag, 8. November 2019

Neues (Schul-)Jahr, neues Glück?



Puuh - long time no see. Was den Blog betrifft, sind wir gerade erst aus dem Urlaub zurück. Und dabei hat das neue Schuljahr schon längst begonnen - ja, es waren sogar schon wieder Herbstferien.

Aber von vorn...

Jana ist jetzt in Klasse 7 der Gemeinschaftsschule, Mika in Klasse 9 des Gymnasiums. 

Das Töchterlein hatte jedoch erst eine Woche Schule, da durfte sie ihr Köfferchen schon wieder packen: Es ging ins Schullandheim. Eher ein traumatisches Thema für uns, doch, was soll ich sagen, alles klappte dieses Mal prima. Auch die Kleine ist jetzt groß. Die Klasse fuhr Montag bis Freitag an den Bodensee. In der gleichen Zeit durfte ich ins schöne Saarland auf Geschäftsreise.



Ich weiß ja nicht, wie das bei euch so war, doch meine "Jugendherbergen" waren seinerzeits eher puristisch. Ich erinnere mich an Metallstockbetten, Plastikkannen mit kaltem Tee und naja-Essen. Jana schickte uns gleich nach ihrer Ankunft ein Roomtour-Video. Eigenes Badezimmer, eigene Kochnische, Fernseher, ... Das Essen gabs als Buffet. Joa, so ließ sich das wohl aushalten. Sie besuchten Sealife, das Pfahlbautenmuseum, die Meersburg Burg, ...

Im Frühjahr hatte sie eine neue Klassenkameradin bekommen. Das war Liebe auf den ersten Blick - die beiden wurden sofort beste Freundinnen. Die vormals beste Freundin hat die nach den Sommerferien die Schule gewechselt, sodass mich das wirklich gefreut hat zu sehen, wie mein Mädchen nicht allein war. Beide waren nun auch zusammen im Jugendhotel (<- ja, so heißt das jetzt) -zimmer. Happy Jana.

Was den Stundenplan betrifft, so kamen nun Physik und das Wahlpflichtfach AES (Alltag-Ernährung-Soziales / ich berichtete) dazu. 

Dieses Jahr ist das Jahr der Entscheidung für Jana. Es wird nun verbindlich entschieden, auf welchem Niveau sie bis zum Schulabschluss weiterlernt. Ob G (= grundlegendes Niveau = Hauptschulabschluss) oder M (= mittleres Niveau = Realschulabschluss) oder E (= erweitertes Niveau = Abi). Letzters ist auszuschließen, und ich hoffe soooo sehr, dass uns die Pubertät nun nicht noch das Bein stellt auf dem Weg zur mittleren Reife. Auf alle Fälle hagelt es gerade schon viele Klassenarbeitstermine und ich versuche, diese Welle mit dem Töchterchen zu surfen, so gut es geht.

Jana feierte im September ihren 12. Geburtstag. Doch davon erzähle ich bald gesondert...

Bei Mika standen mehrere Veränderungen an. Er bekam eine komplett neue Klasse, da jetzt nach Wahlfächern sortiert wurde. Entsprechend aufgeregt war er zu Schuljahresbeginn. Wir sind allesamt uuuuunendlich erleichtert - er hat eine total super Klasse erwischt. Auch beim Elternabend wurde uns bestätigt, dass es eine richtig tolle Gemeinschaft ist.

Kleine Schattenseite: Der "beste Freund", den er seit der 5. Klasse hatte, ist nun mit dem "schlimmsten Feind" in einer (anderen) Klasse. Dies bescherte unserem Sohn ein "Messer im Rücken", was wirklich unschön war. Aber er ist mittlerweile reif und klug genug, um zu erkennen, dass dies mit ihm nichts zu tun hat und es dann manchmal auch besser ist, wenn Wege sich trennen.

Schulisch kommt er, wie auch sozial, super zurecht. Der Stundenplan ist arg sprachengeprägt. 4 Stunden Spanisch, 4 Stunden Französisch, 3 Stunden Englisch und 3 Stunden Deutsch in der Woche. Neu dazu kam außerdem Chemie. 

Für alle beide Kinder ist es uns gelungen, eine Schulbefreiung genehmigt zu bekommen. Mein Mann hat im Dezember einen runden Geburtstag. Wir finden die Schulpflicht ja gut und sind auch sehr ehrlich gestrickte Leute, was das betrifft. Doch ich hätte es mir soo schwer nicht vorgestellt, Kinder für wenige Tage freistellen zu lassen.

Die Krux an der Sache ist der Zeitpunkt. Kurz vor den Weihnachtsferien. Wir wollten gerne verreisen. London war so der Gedanke. ABER: Wir bekamen die Freistellung nur durch, wenn wir den Freitag vor den Ferien rausnahmen. Denn würden sie auch den Freitag nicht zur Schule kommen, wäre es eine Verlängerung der Ferien. Und die wird nicht genehemigt. Somit sind sie jetzt in von Dienstag bis Donnerstag offiziell schulbefreit, müssen aber am letzten Tag vor den Ferien in den Unterricht. Japp, in den "Unterricht", der aus Plätzchen-Essen und Wichtelgeschenkaustausch besteht. Grmpffl.

Nundenn - somit entschieden wir uns nun um. Für London ist uns die Zeit zu knapp. Nach Abwägungen und Recherchen, durfte das Geburtstagskind entscheiden: Hamburg oder Paris. Er entschied sich für Hamburg. Und - Greta wäre stolz auf uns - wir fahren mit dem Zug. Jippieh!

Ganz ehrlich? Es wundert mich nicht, dass viele eine "Krankmeldung" bevorzugen. Allerdings wird auch an den Flughäfen mittlerweile kontrolliert, ob man eine offizielle Befreiung vorliegen hat, wenn man außerhalb der Ferien mit schulpflichtigen Kindern verreist. 

Was gibt es sonst noch Neues?

Meine Kollegin hat gekündigt. Nun wird wieder alles neu und anders bei mir im Büro. Doch mittlerweile habe ich mich daran gewöhnt, dass da nie etwas lange so bleibt, wie geplant. Ich bin jedoch optimistisch, dass nun auf meine Situation Rücksicht genommen wird. Nach dem Desaster im Frühjahr (inkl. Kündigung) werde ich - so glaube ich - sensibler betrachtet.

Soviel zu unserem Start ins Leben "danach" - nach dem Urlaub. Ach nee - eines noch: Gestern kam eine Mail der Airline. Wir bekommen tatsächlich unsere Klamotteneinkäufe erstattet, die wir wegen des Koffers, der verschollen war, tätigen mussten. Find ich gut. :-)




Mittwoch, 10. April 2019

... und dann denkt man, es geht nix mehr ...



Achtung - ganz viel Psycho-Gedöns, Seelenstriptease mit extrem viel Text, Tagebuchmodus:

Es geht nun schon fast ein Jahr lang so, dass ich immer wieder das Gefühl habe, dass es bei uns drunter und drüber geht.

Beruflich wurde ich mehr und mehr eingespannt, die Kinder und ihre Ansprüche änderten sich, der Schuldruck nahm zu.

Nein, ich jammere nicht. Ich weiß, dass wir uns glücklich schätzen können, für all das, was wir haben. Es gibt Alleinerziehende, es gibt Mütter die Vollzeit arbeiten (oder arbeiten müssen), Schicksalsschläge, ... All das weiß ich. Doch ich kann nur von mir sprechen.

Abschalten ist so gar nicht mein Talent. Ich nehme mit nach Hause, was ich im Job erlebe. Zerbreche mir nachts den Kopf und morgens auch. Bin körperlich anwesend, geistig oft komplett übermüdet und doch so ruhelos, dass Schlafstörungen mein Alltag sind.

Doch ich möchte trotzdem immer weiter machen. Denn ich möchte nicht scheitern. Und auch nicht "überfordert" erscheinen oder zu schwach. Und außerdem scheint ja alles gut zu klappen. Die Kinder kommen klar, beruflich habe ich Erfolge erreicht, die an diesem Standort, den ich übernommen hatte schon sehr lange nicht mehr da waren, ... Also weitermachen - so lange ich die einzige bin, die "leidet".

Wenn das zu rührselig klingt, hier die Zahlen:
Im Mai 2018 fing ich an, als Teil eines Dreierteams. Mit Vormittagseinsätzen und ein bis zwei Nachmittagen, die Verantwortung auf drei Paar Schultern verteilt.
Jetzt -  April 2019 sind wir zu zweit, ich bin komplett für den Teil der Firma, der nachmittags stattfindet verantwortlich, die Überstunden belaufen sich auf aktuell ca. 60.
Die Kollegin (die ich sehr gern mag - doch in diesem Absatz geht es um Zahlen ;-) ) hat den vormittäglichen Verantwortungsbereich (Erwachsenenbildung) inne. Ich bin dafür ihre Vertretung.
Wann immer sie nicht da ist, bedeutet das für mich Vollzeit.
Sie brachte Resturlaub mit und bekam eine Kur genehmigt. Somit fällt sie jeden Monat mindestens eine Woche weg - jetzt, beginnend in den Osterferien gleich für drei Wochen.

Mein Mann war bereits 2 Wochen abwesend (ich erzählte), im Mai fliegt er wieder in die USA.

Aber ööööörgendwie schaff ich das alles, dachte ich. Den meisten Stress mach ich mir ja nur in meinem Kopf, nä...

Doch dann kam er - der Tag, an dem klar wurde, dass nicht nur mir alles zuviel geworden ist.

Es war pädagogischer Tag an Mikas Schule. Damit er nicht ganztägig alleine daheim sitzt (Kollegin im Urlaub - also Vollzeit), nahm ich ihn mit ins Büro. Der Plan war, dass er vormittags lernt, wir mittags gemeinsam essen gehen und er dann mit der Stadtbahn nach Hause fährt.

Ich hatte gerade das Büro voller Menschen zur Beratung, da brummte mein Handy hartnäckig. Im Blickwinkel sah ich, dass die Nummer aus der Gegend unseres Wohnortes sein musste. Als der Anrufer nie aufgeben wollte, schob ich das Gerät zu Mika und bat ihn ranzugehen, zu fragen, wer es ist und um Geduld zu bitten, ich würde zurückrufen.

Das tat er brav - kam dann zurück und sagte, dass es eine der Lehrerinnen von Jana gewesen sei. Ich solle zurückrufen.

Ach du Schreck! Gefühlte Stunden dauerte es, bis ich alle herauskomplimentiert hatte, damit ich in der Schule anrufen konnte. Belegt... Mein Handy brummte wieder: Eine Nachricht von meinem Mann, dass ich ihn anrufen soll. Mir wurde ganz schlecht. Nein - er sollte warten, ich versuchte es direkt nochmal in der Schule.

Dann erwischte ich die Sozialarbeiterin dort. Jana hätte sich "geöffnet" und es gibt Redebedarf. Sie hätte bitterlich geweint. Zuerst wollte ich jedoch wissen, was passiert war und ob es ihr sonst gut gehe? Erst druckste sie herum, doch dann, als sie merkte, dass ich nicht locker ließ, verriet sie, dass Jana meine Unterschrift gefälscht hatte und dabei erwischt worden war. Sie haben auch schon meinen Mann angerufen, der um 12:30 Uhr zum Gespräch kommen würde. Jana bestünde jedoch darauf, dass ICH kommen soll. Ich erklärte, dass wir beide kommen, denn der Papa gehört dazu. ;-)

Ich schnappte mir Mika, pfiff auf das unbesetzte Büro und wir fuhren zur Schule, wo auch der "gefürchtete" Papa schon wartete.

Im Büro der Sozialarbeiterin warteten wir gemeinsam auf Jana, die sofort wieder in Tränen ausbrach, als sie uns sah. Die Mathelehrerin, die sie erwischt hatte und die Klassenlehrerin kamen auch dazu.

Wir sind absolut nicht der Typ Eltern, vor dem man sich fürchten muss. Und schon dreimal nicht wegen schlechter Noten. Never, und das wissen die Kinder eigentlich auch.

Nun kam jedoch heraus, dass Jana schulisch extrem abgestürzt war. Und wir bzw. ich hatte es nicht bemerkt. Mathe und Deutsch waren nun so schlecht, dass ihr nahegelegt wird, ins Hauptschulniveau zu wechseln (sie kam mit sehr guter Realschulempfehlung). Sie lernte zuhause nie, wie versprochen, wenn ich nicht da war - zumindest nicht so, dass es funktionierte. Versumpfte, guckte Youtube-Videos, schrieb schlechte Noten, zeigte sie nicht, bekam Druck in der Schule, weil die Unterschriften fehlten und verstrickte sich in dieses Chaos so sehr, dass letztlich meine Unterschrift auf der Mathearbeit fälschte. 

Es ist nicht so, dass ich mich überhaupt nicht mehr um Janas Schulbelange gekümmert hatte. Im Nachhinein betrachtet muss ich jedoch zugeben, dass ich, wenn ich abends um halb acht mein Kind nach dem Sport (ihr Sport - ich treibe schon länger keinen mehr) endlich bei mir hatte und dann fragte, ob alles klar wäre, ihr dankbar war für ein "Ja" und nicht so sehr nachgehakt habe, wie es bei ihr nötig gewesen wäre. Keine bewusste Entscheidung, einfach eine Überschätzung, denn Jana tickt einfach anders, als ihr Bruder und ist, auch wenn sie anders aussieht, dennoch "nur" eine Elfjährige.

Die Lehrerinnen konnten sogar einen Zeitraum benennen, indem sie Veränderungen bei Jana festgestellt hatten. Das war der, der chaotischen "Mann-weg-Sohn-weg-Vollzeitjob-Hüüülfe-Phase". In der ich gedacht hatte, dass es nur mir zuviel war. Offensichtlich war es auch dem Mädchen zu viel.

Wir redeten, umarmten, lasen, klärten und dann ging die erleichterte Jana wieder in ihre Klasse, Mr. Wonderer ins Büro, Mika nach Hause und auch wieder zur Arbeit.

Und dann kam ein Moment, in dem ich dachte, dass jetzt einfach gar nix mehr geht.

Ich saß an meinem Schreibtisch und begann alles "pixelig" zu sehen. Und auch mein ganzer Körper "bitzelte" - es war komplett beängstigend. Körper, Geist, Seele - ich konnte nicht mehr. Nicht mehr denken, nicht mehr entscheiden...

Am Tag zuvor hatte ich ein Vorstellungsgespräch gehabt bei einer super Firma. Die Stelle war wie für mich gemacht. Mein Fachbereich, meine Kenntnisse, fast surreal perfekt.

Genau jetzt, an diesem Tag, kam die e-Mail: Sie finden mich toll, sie möchten mich haben und zwar gleich zum 1. Mai.

Das bedeutete, dass ich direkt nach dem anstehenden Wochenende hätte kündigen müssen (Es war Donnerstag).

Frohe Botschaft? Schicksal? Keine Ahnung - aber auch das war gerade einfach zu viel. 

Von Donnerstag bis Montag früh heulte ich und dreht mich im Kreis.

Meine Kinder sind in der Prioritätenliste definitiv ganz klar und unumstößlich auf Platz 1. Was das betrifft, so hatte ich als Mutter, für mein Gefühl, wirklich auf ganzer Linie versagt. Wenn meine Tochter sich Konstrukte aufbauen und "Fremden" erzählen muss, dass Mama abends keine Zeit mehr für sie und ihre Klassenarbeiten hat, ...

Der neue Job wäre an "nur noch" 3 Nachmittagen in der Woche. Was meine Abwesenheit von zuhause betrifft, eine kleine Verbesserung. Auch eine finanzielle.
Aber die Vorstellung JETZT wieder ganz von vorne anzufangen - ich fühlte mich hilflos.

Die Alternative - weiter, wie bisher? Das ging nicht. Und dennoch tat's weh, denn abgesehen von den Arbeitszeiten und Dauervertretungssituationen, liebe ich das, was ich da tue. Habe dort viel erreicht, Kinder, Eltern, Mitarbeiter - ich erfahre Wertschätzung und bin gut, in dem, was ich tue.

Wie gesagt - von Donnerstag bis Montag brauchte ich, um eine Entscheidung zu treffen. An Schlaf war mal wieder nicht zu denken...

Dann aber tat ich es: Ich sagte dem neuen Arbeitgeber ab und kündigte meinen Job.

Mr. Wonderer stand komplett hinter mir und mir war absolut bewusst, dass das extreme Einschränkungen unseres "Luxuslebens" bedeutete. Ganz besonders dramatisch, da wir gerade auch schon den Sommerurlaub gebucht hatten.

Aber es erschien als der einzig richtige Weg. Wie beim Kniffel: Alle Würfel zurück in den Becher. Erstmal wieder mein Kind auf Spur bringen. Mama für die beiden sein. Darauf vertrauen, dass alles andere sich schon irgendwie fügt.

Ich drückte auf "Senden" der Vorab-Mail an meine Chefin, schnappte Annie, meine Sonnenbrille und ging raus - Gassi. Traurig war ich. Aber irgendwie auch nicht. Aufgewühlt. Und doch auch komplett ruhig. 

Zurück zuhause hatte ich einen vergeblichen Anruf auf dem Handy und eine Nachricht von der Chefin, ob wir telefonieren können. Können wir - in 10 Minuten.

Das Telefon klingelte. Ich dachte, es wäre sie. Doch es war eine weitere Firma, die mich zum Vorstellungsgespräch einladen wollte. Es war doch alles komplett verrückt...

Danach die Chefin: Ob meine Kündigung wirklich familiäre Gründe hätte? Ich erzählte ihr alles. Und stieß auf grenzenloses Verständnis. Wow! Damit hatte ich nicht gerechnet. Sie sagte, sie bäte mich um Geduld und würde sich nun sämtliche verfügbaren Beine ausreißen, um mir zu ermöglichen, nur noch 2 Nachmittage die Woche kommen zu müssen.

Ich war fassungslos.

Was sich dann in der letzten Woche noch ergab war folgendes:
Meine Kollegin erklärte sich bereit, mehrere Nachmittage zu übernehmen.
Wir teilen nun beide Fachbereiche quasi durch zwei, sodass wir im Wochenwechsel mal 2, mal 3 Nachmittage da sein müssen. Die 3 Nachmittagswoche habe ich immer nur dann, wenn mein Mann Frühschicht hat und somit jeden Nachmittag zuhause ist. In der anderen Woche bedeutet das für Jana nur Di und Do jeweils 1 Stunde alleine zu sein, bis ich komme.

Die Vormittage laufen unabhängig davon - die sind ja auch problemlos machbar für mich.

In den Abwesenheiten der Kollegin werde ich nun von der Chefin und einer lieben Leitung eines anderen Standortes unterstützt.

Nie im Leben hätte ich gedacht, dass das so möglich sein würde. Und im Traum hätte ich das nie so eingefordert. 

Diese Art der Wertschätzung macht mich komplett sprachlos.

Die Firma mit dem "neuen" Job gab unterdessen auch nicht auf. Auch sie schrieben mir nochmal und erklärten sich bereit, mir entgegenzukommen.

Ich bleibe jetzt aber da, wo ich bin. Und darüber bin ich erleichtert. In der Theorie müsste das jetzt super laufen - ich hoffe, dass die Umsetzung auch so gut funktioniert. 

Jana ist (Stand gestern, Elternabend) auch wieder "ein ganz anderes Mädchen". Wir lernen jetzt jeden Tag 20 Minuten extra und die nächste Mathe-Arbeit darf sie auf Hauptschulniveau schreiben. Lernen soll sie aber - so haben wir das entschieden - weiterhin auf Realschulniveau.

So, nun hab ich ihn verbalisiert, den großen Brocken, der mir aufs Herz und dann wieder hinunter geplumpst ist. 

Ich schätze, dass es der inflationär gebrauchte Begriff "Burnout" ist, der am Nähesten an das herankommt, was hier vor sich ging.

Belastung ist etwas Subjektives, denke ich. Und auch, wenn man das nicht möchte, irgendwann knickt man ein - auch wenn andere das vielleicht nicht täten und zu viel mehr fähig wären. 

Und so ging es meiner Tochter und mir. 

Doch jetzt gehts bergauf... Ganz sicher. Wir haben neu gewürfelt. Und die Prioritäten wieder gerade gerückt. Und auch, wenn er hier gerade wenig Erwähnung findet: Mein Mann ist der beste. Egal wie ich handle oder entscheide - er unterstützt mich dabei. Nicht nur in seiner "Versorgerrolle", sondern auch seelisch.

Uff.

Montag, 11. März 2019

Chaos Wochen - bald geschafft...


Wer einen Blick auf meinen Familienkalender werfen konnte, war schnell im Bilde, wie sich der Februar und März für mich anfühlten. Ein kreischender Smiley, der "Hüüülfe" schreit, prangt da nämlich.

Ich bin mir dessen bewusst, dass andere Familien solche Situationen (oder noch schwierigere) öfters oder ständig bewältigen. Ändert aber nix, an meiner Wanderung am Rande meiner Nerven...

Wir sind ein super Team hier, wir vier mitsamt Annie. Wie gut wir jedoch funktionieren, wenn ein oder mehrere Mitglieder nicht da sind, sollten wir nun offensichtlich einmal durchtesten - in jeder Lebenslage.

Am 14. Februar starteten wir mit Level 1: Mr. Wonderer fuhr für zwei Tage geschäftlich nach Leverkusen. Peanuts - Jana musste zwar freitags außerplanmäßig in die Schule, als Helferin für den Tag der offenen Türe, aber ausgestattet mit Loslauf- und Bahnfahrzeit packte sie das und war pünktlich dort. Abholen konnte sie dann ihr Papa, der rechtzeitig zurück war.

Das Wochenende war "normal", Mr. Wonderer packte jedoch gleich wieder die Koffer. Er fuhr für eine Woche auf Schulung. Seinen Sohn sollte er jedoch erst in zwei Wochen wieder sehen.

Es war allerdings nicht nur mein Mann, der ging, sondern auch meine Kollegin, die es nach Mallorca zog. Somit stand mir eine Vollzeit-Arbeitswoche bevor. Dadurch, dass Mika noch da war, war zumindest für Annies mittägliche Gassigänge gesorgt. 

Und nicht nur das - es hat mich wahnsinnig berührt und stolz gemacht, wie die Kinder absolut von sich aus - ohne Forderung meinerseits - abends schon manchmal Kleinigkeiten vorbereitet hatten:





Alles andere - was perfekt durchorganisiert schien, ging jedoch ausnahmslos schief.

So erfuhr ich beim montäglichen Elternabend, dass die Sport-Mitfahrgelegenheit der Kinder für Dienstag nun doch nicht fahren würde. Super! Hier half Mr. Wonderer aus Leverkusen. Per WhatsApp organisierte er eine (ihm) Bekannte, die die Kids holen würde. Uff.

Auf den Mittwoch war ein Tischtennis-Match gelegt worden, und ich wurde als Fahrerin auserkoren. Guter Witz! Doch wenn das Spiel ausfallen würde, ginge der Punkt an die Gegner. So leid mir das tat - ich konnte absolut nicht um 17 Uhr mit einer Mannschaft durch die Gegend fahren, wenn ich a) bis 18 Uhr mindestens arbeiten musste und b) noch eine Tochter dabei haben würde... Zum ersten Mal in der ganzen Tischtennis-Zeit von Mika war es nun der Trainer, der als Fahrer einsprang. Uff.

Gut vorbereitet hatte ich den Donnerstag. Jana hatte da ihre Bundesjugendspiele, die allerdings an einem anderen Ort endeten, als die Schule ist. Es wurde schlicht und einfach davon ausgegangen, dass alle Eltern ihre Kinder dort dann einfach abholen. Ganz in der Nähe wohnt ihre beste Freundin. Also war das Problem gelöst. Sie hatte ein Playdate bis zum Abend, und ich würde sie dann abholen, nach der Arbeit.

Määäk. Nope. Freundin wurde krank. Das erfuhr ich Mittwoch, im Büro. Also schnell den Joker aus dem Ärmel geschüttelt und die Mutter des einzigen Schülers, der auch bei uns im Ort wohnt, kontaktiert: Ob sie Jana bitte mit heim bringen könnte. Ja, kann sie. Super.

Donnerstag früh: 6:50 Uhr. 10 Minuten also, bevor mein Kind das Haus verlässt. Das Telefon klingelt. Der Klassenkamerad, dessen Mutter sie mit heim gebracht hätte war über Nacht krank geworden.

Das Kind: Panisch - "Mama, wie komm ich denn nach Hause?" Keeeeeine Sorge - ich kümmere mich. 

Ganz ehrlich? Kaum, dass das Kind in der Bahn saß, bin ich erstmal einem Heulkrampf erlegen. Just in dem Moment ruft Mr. Wonderer an, um zu fragen, wie alles so klappt. Der Arme - schön kann ich da nicht geklungen haben. 

Es lief dann tatsächlich so ab, dass ich von 10 Uhr bis 13 Uhr arbeitete, in einer verbotenen Geschwindigkeit 17 km zur Sporthalle raste, meine Tochter einsammelte und sie nach Hause brachte, wo mein weinender Sohn saß, versuchte, mal eben die Welt zu retten und dann wieder nach Heilbronn ins Büro spurtete, wo ich 14:15 Uhr mit 15 Minuten Verspätung wieder am Schreibtisch saß.


"Mittagspause" ;-)



Warum der Junge aufgelöst war? Weil er am nächsten Tag ins Schullandheim fahren sollte, die Nerven darum eh schon blank lagen und er kurz vor Schulschluss von den eingeplanten Zimmerkameraden informiert worden war, dass er doch nicht in ihr Zimmer kommen dürfe.

Ich regelte alles per Mail mit der (zum Glück verständnisvollen) Lehrerin und wies die Kinder an, gemeinsam mit der Stadtbahn zu mir zu fahren, mich vom Büro abzuholen, damit wir gemeinsam bei McDonald's Abschied von Mika feiern sollten. Uff.




Der Abend war unruhig, Mika war doch aufgeregt. Freitag früh hatte ich frei, also fuhr ich meinen Sohnemann zur Schule, wo es um 7:30 Uhr dann Abschied nehmen hieß. Bevor sie fuhren, mussten sie noch einen Englisch-Test (VERA) schreiben. Somit entfiel das dem-Bus-hinterher-Winken.



Als ich abends von der Arbeit nach Hause kam, war dann Mr. Wonderer wieder da. Uff.

Es ereilte uns beim Abendessen ein dramatischer Hilferuf unseres Sohnes. Wir steuerten ihn fern und er konnte alles gut alleine lösen. Das hat mich sehr stolz gemacht, denn er muss wirklich lernen, für sich und seine Bedürfnisse einzustehen, damit er nicht untergeht. Die Lehrerin war wohl schon sensibilisiert durch das Zimmer-Drama und nahm ihn ernst und kümmerte sich um Lösungen. 

Samstag waren wir bei Freunden auf einer Geburtstagsfeier. Auch hier bekam ich einen Heimweh-Anruf. Doch von nun an wurde es täglich besser.

Neue Woche, neues Glück. Diese Woche jedoch ohne Mika, der die mittäglichen Gassigänge übernimmt, wenn ich wegen Urlaubsvertretung (immernoch Malle) ganztägig arbeite. Also durfte Annie öfters zu meiner Mutter. Janas Klasse machte einen Ausflug zum Kegeln (klar, dass so ein Ausflug in unsere Chaoswochen geplant wurde) und schrieb eine Matherarbeit. Am Mittwoch durfte sie nach der Schule zur Oma und wann immer es ging, kam Mr. Wonderer etwas früher nach Hause.

Ab und an versorgte mich der Sohnemann mit Fotos. Wahnsinnig schön hatte er es dort. 









Nur die Zimmer waren doch ziemlich "rustikal"...



Am Freitag kamen Kollegin und Mika zurück und ich hatte den ganzen Tag frei. Yeah! Ich holte meinen Großen (war er wirklich gewachsen?) glücklich vom Bus ab und düste mit ihm nach Hause. 

Das hier sendete ich ihm, während ich auf seine Ankunft wartete:




Dort blieb ihm sage und schreibe 1 Stunde mit seinem Papa (ihr erinnert euch - zwei Wochen nicht gesehen), bevor eben dieser mit seinem Badminton Team zu einem Trainingswochenende aufbrach.

Wir ließen das Wochenende seeeehr entspannt angehen. Couchten, "daddelten"...


Am Sonntag gingen wir drei ins Kino (Drachenzähmen leicht gemacht III) und als wir heim kamen, waren wir KOMPLETT!



In der Folgewoche waren Faschingsferien und Mr. Wonderer hatte frei. Montag hatte ich Sonderurlaub (da die Zentrale meines Arbeitgebers in einer Karnevalsgegend liegt) und wir bummelten durch Ikea (der nun auch vegetarische Hotdogs hat)



 und das Ludwigsburger Einkaufszentrum. 

Dort waren wir auch eine ganze Weile in einem Reisebüro. Begonnen mit einer Beratung für einen Schweden Roadtrip, verließen wir den Schreibtisch mit Kreuzfahrt-Angeboten. Hmh. Irgendwie eigentlich nicht wirklich das, wovon wir träumten...

Dienstag hatte ich einen langen Arbeitstag, da beide Chefinnen für Meetings am Standort waren.

Am Mittwoch - ja, am Mittwoch, den 6.3. buchten wir unseren Sommerurlaub. Jaaaaa!!!! Nicht Schweden. Auch keine Kreuzfahrt. Näää. Ganz was anderes. Und doch irgendwie nicht so anders. Also, nicht so anders, als sonst. Aber woanders. Hehehe!

Jana verbrachte in den Ferien viel Zeit bei ihrer besten Freundin - inkl. Schwimmbad, Kino und Übernachtung.

Am Freitag hatte ich frei. Und das war gut. Denn ziemlich genau 4 Monate nach dem Reiseabbruch nach München, stand nun der Ersatztermin an. Hätten wir damals geahnt, in welch chaotischer Zeit wir stecken würden, hätten wir den sicher anders gelegt. Übrigens ist nun auch genau an diesem Wochenende meine Schwiegermutter zurück aus der Reha.

Über München berichte ich noch in aller Ausführlichkeit. 

Gestern kamen wir aus der "Weltstadt mit Herz" zurück. Und ich sitz allein im Haus, denn Mika ist in der Schule, Jana bei Oma (da schulfrei), meine Bürozeit beginnt erst um 13:30 Uhr und Mr. Wonderer - ja, der Mr. Wonderer - sitzt gerade am Frankfurter Flughafen und wartete aufs Boarding. Er darf für eine Woche nach New Jersey. 

Aber hey - was uns nicht umhaut, macht uns stärker, gell? 

Ich ziehe - ganz und absolut aufrichtig - meinen Hut vor allen alleinerziehenden Müttern und Vätern. Manchmal kommt einfach alles zusammen und man sucht verzweifelt den "Stop!" Schalter. 

So, und nun klick ich auf "veröffentlichen" und starte hinein in die (vorerst) letzte (?) Woche, in der nix ist, wie es sonst so ist...

Tschakka!

Mittwoch, 23. Januar 2019

Kommt eine Schwäbin in den Ruhrpott...


... nee, das wird keine witzige Geschichte. Noch nicht mal eine spannende. Aber ich erzähl trotzdem davon - denn ich liiiiiieeeebe Tapetenwechsel. Und einen solchen hatte ich letzten Freitag. Denn ca. 30 Kolleginnen aus allen Ecken Deutschlands und ich wurden zum "Kick Off Meeting" in die Zentrale meines Arbeitgebers geladen. Nach Gelsenkirchen. 

Starten sollte die Reise um 7 Uhr in Heilbronn. Da ich jedoch im Landkreis wohne, kam ich in den Genuss, bereits um 6 Uhr in die Stadtbahn steigen zu dürfen. Darin saß dann schon meine Kollegin.

Wir hatten zuvor die Agenda zugesendet bekommen. Daraus las ich, dass wir, nach Ankunft direkt in die Firma gebracht werden würden, wo wir einen - Achtung: "Snack nach Ruhrgebietsart" bekommen würden. Später folgt die Auflösung, doch ratet ruhig selbst: Was könnte das sein?

Ich wusste es nicht und da ich in der permamenten Angst lebe, verhungern zu können (isso!), statte ich mit belegten Broten und 2 Brezeln aus, denn laut Plan würde es erst um 19 Uhr dann wieder Abendessen geben. Auf dem Anmeldeschreiben hatte ich wohl vermerkt, dass ich vegan lebe (sowas war tatsächlich gefragt), doch mein Vertrauen hält sich in Grenzen. 

So, zurück zum Thema: Mein Mann war so lieb, mich an die Haltestelle zu bringen. War auch echt knapp, denn ich musste vorher noch Abschied feiern von den Kindern und Jana einen Zopf flechten, der einen Tag und eine Nacht überstehen musste, hehe..


Ich reiste mit relativ leichtem Gepäck (abgesehen von all dem Mampfzeugs) - meine Kollegin hingegen war echt beladen. Mein Trolley diente dann als Schubkarre...


Auf der Hinfahrt waren wir beide unter uns. NOCH fand ich es toll, von Ort zu Ort zu tuckeln. An (fast) jedem Bahnhof knipste ich das Ortsschild und schickte es mit virtuellem Kuss aus XX zu meinen Lieben...




Besonders die Strecke am Rhein war toll. Fotografieren aus nem wackelnden IC ist nicht so einfach...













Hach ja - da wär ich gerne nochmal ausgestiegen. Köln hat uns 2017 supergut gefallen. 




Mit 15 (verkraftbaren) Minuten Verspätung kamen wir an:


Nach und nach fanden sich Kolleginnen aus Mainz, Hamburg, Berlin, ... ein und wir wurden in Sammeltaxen nach Gelsenkirchen geschippert. Die meisten plauderten, ich stand jedoch dazu, begeisterter Touri zu sein und machte Fotos.

Den Ikea fand ich klasse.


... und dann waren wir in Gelsenkirchen. Ich war echt erstaunt, wie lang sich die Städte Essen und Gelsenkirchen zogen. Sie schienen dann auch nahtlos ineinander überzugehen.



Und - habt ihr schon geraten (oder gewusst), was ein Snack nach Ruhrgebietsart ist?

Für mich wars jedenfalls nix. Aaaaaaaber - ich bekam am Rande mit, wie gefragt wurde, wer denn die vegane Alternative haben möchte und freute mich wie Bolle. Meine "Alternative" war sooo gut:


Und zwar war dies die vegane Variante vooooooon:


...




....



....



....




....


....

CURRYWURST! 
😂

Und dann gings auch gleich schon los mit dem Meeting. Auf unseren Plätzen warteten noch kleine Nettigkeiten.


Es war alles sehr informativ und ich war begeistert, wie überaus nett und freundlich die Leute aus der Zentrale waren. Außerdem ist es super, wenn man dann endlich Gesichter zu den Namen und Stimmen hat, von den Menschen, mit denen man oft telefoniert.

Um 18 Uhr wurden wir abgeholt und zum Hotel gebracht.

Wieder klebte ich am Fenster und versuchte, die Gegend "aufzunehmen". Es gab doch einige hübsche Häuser zu sehen. 


Wir residierten im Hotel Monopol - das war ganz gemütlich und sehr zentral.




Um 19 Uhr gings dann weiter in ein italienisches Lokal.


Das war wunderschön, stilvoll, teuer, ... Aaaaaber: Alles dauerte ewig. Eigentlich hatte ich nicht geplant, eine Vorspeise zu bestellen. Als dann aber erst kurz vor 21.00 Uhr die Bestellungen aufgenommen wurden, überlegte ich mir das anders. 

Meine "kleine Vorspeise" - ich teilte sie mir mit meiner Kollegin:


Um halb zehn kam dann auch das Hauptgericht: Arrabiata. 



Wir blieben, so lange es sein musste um der Höflichkeit genüge zu tun und gingen dann zu dritt zurück zum Hotel. Ich war platt...



Tja, nun hab ichs nicht so sehr mit dem Ausschlafen. Kurz vor fünf war ich wieder auf den Beinen. Somit hatte ich das Hotel quasi "für mich", hehe...



Um 6:30 Uhr öffnete das Frühstücksrestaurant. Ich war die Erste und Einzige, hihi...




Angesichts der Tatsache direkt am Busbahnhof zu sein und der Dunkelheit, traute ich mich nicht so recht, alleine frühmorgends die Gegend zu erkunden. Also letterte ich ein wenig und genoss die Ruhe - wohlwissend, dass der Rest des Tages durchgetaktet sein würde.



Als es heller wurde, konnte ich auch mal die Aussicht aus dem Zimmerfenster genießen. ;-)


... und dann gings um 8.30 Uhr auch schon wieder weiter. Der Kaffee war gut - der Tag informativ.


Ich hab noch drölfzig Fotos von den Räumen der Zentrale. Allerdings glaube ich nicht, dass mein Arbeitgeber die gerne im Internet finden würde. Aber neben all der Fach-Infos war einfach der Blick hinter die Kulissen echt toll für mich.

Mittagessen kam vom Caterer.

Meins:


"Denen ihrs":



Wir Baden Württembergler hatten die späteste Zugverbindung. Vorgesehen war, dass wir 2 Stunden im Konferenzraum warten würden und dann zum Bahnhof geshuttelt werden sollten. Das fand ich doof. Die anderen auch. Also wurde das Taxi vorbestellt und wir hatten 2 Stunden freie Zeit in Essen. Schon viiiieeel besser!



In Essen am Bahnhof gabs nen Starbucks. Yeah! 

 

Fortan hatte einen Ohrwurm. Wollt ihr ihn haben? Hier isser: 


Wir stellten fest, dass es seeehr viel Polizeipräsenz gab. Später stellte sich heraus, dass eine Demo war. Da meine Flaggenkenntnisse eher unterirdisch sind, kann ich gar nicht sagen, für oder gegen was hier demonstriert wurde. 



Schwabentouri, der ich bin, begeisterte sich für das "Hömma".



Was uns auffiel war, dass sehr viele Menschen unterwegs waren, die nicht mit Wohlstand gesegnet waren. Obdachlose, Leute, die in den Mülleimern wühlten, ... Das machte echt betroffen.

Die hier hingegen hatten es offensichtlich gut...


Meine Kollegin shoppte neue Stiefel. Die alten ließ sie gleich da. Mit einem "Zu verschenken".


Wie immer - besorgt zu verhungern - gab es eine letzte Pommes-Stärkung...


... um dann um 17 Uhr in Richtung Mannheim zu starten.


Es war eine Katastrophe. Wir kamen zu spät in Mannheim an - rannten, erwischten jedoch nicht den Anschluss nach Heilbronn. Der Kurz-Check ergab, dass eine Weiterfahrt nach Stuttgart nicht gut wäre, da dort die Verbindungen nach Heilbronn nicht sonderlich gut passen würden. Wir sprangen kurzerhand in den Zug nach Heidelberg, wo wir knapp eine Verbindung erwischen könnten. Taten wir nicht. Wieder zwei Minuten zu spät.

Nun konnten wir 
a) 30 Minuten warten und dann mit einer Stadtbahn und einem Umstieg durch die Gegend tingeln
b) 60 Minuten warten und dann mit einem RE nach Heilbronn fahren.

Wir wählten b) und gönnten uns am Bahnhof ein Bier. 



In Heilbronn angekommen kam dann auch die Stadtbahn nach Hause etwas zu spät - doch mittlerweile nahm ichs halt hin, wie es war. Obs am Bier lag oder an der Müdigkeit?


Gegen 23 Uhr holte mich mein Göttergatte am Bahnhof ab. Zuhause konnte ich noch das Töchterlein knutschen, der Sohnemann hatte bereits die Segel gestrichen.


Kurz war er, mein Ausflug in den Ruhrpott. Aber intensiv und spannend. Es hat mir gut gefallen und ich bin ausnahmslos netten Leuten begegnet.

The End...